Fragen zum Thema "Der freie Wille"
Wenn Gott keine Fehler macht, welchen Nutzen hat dann der Mensch für die Erde?
Antwort des SeelenArbeitsTeams: Der Mensch könnte und sollte einen großen Nutzen für die Erde und auch alle anderen Schöpfungsebenen haben, in denen er wandeln und sich entwickeln darf. Mittels seiner Reifung und seinen zunehmend bewussten Handlungen aus dem Geist heraus würde er zur Hebung und Veredelung aller natürlichen Einrichtungen und aller Kreaturen auf seinen Wegen durch die Schöpfung sowie besonders auch auf der Erde beitragen.
Unser Weltenteil, der die Erde umschließt, ist ja nur ein winziges Fleckchen in der gesamten Schöpfung, was uns schon durch den uns zugänglichen Blick in die Sterne bewusst werden kann. Umso mehr, wenn wir uns mit diversen Hilfsmitteln den uns bisher bekannten Weltraum erschließen – dann sollte uns unsere Bedeutung im Gesamtgeschehen deutlicher bewusst werden.
Unsere Erde, so großartig und wundervoll sie sich auch zeigt, ist doch im Gesamtkontext winzig und unbedeutend. Außer uns zur Entwicklung hier befindlichen Menschengeistern ist niemand darauf angewiesen. Die Natur im weitesten Sinne braucht uns nicht!
Alles andere, das Leben hat und sich gleichfalls hier entwickeln möchte (Pflanzen, Tiere), würde auch ohne Erde anderswo in der Schöpfung die gleichen Möglichkeiten bekommen, da nichts, was innerlich rein in den Schöpfungsgesetzen schwingt, vernichtet wird.
Was ist also der Unterschied zwischen uns Menschen und allen anderen Kreaturen auf der Erde?
Uns Menschengeister zeichnet der sogenannte »freie Wille« aus, das heißt, dass wir entweder durch freiwilliges Vertrauen oder durch eigene Erkenntnis uns selbst für das, was wir »das Gute, Hohe und Reine« nennen, entscheiden dürfen und müssen, während Tiere und Pflanzen ohne solche Entscheidungsmöglichkeit in ihrem Wesenskern immer in den Schöpfungsgesetzen schwingen. Aus diesem Grund entwickeln sich Tiere und das, was die Pflanzen belebt, zu einem Bewusstsein; wir Menschen im Unterschied dazu aber zum Sichselbstbewusstsein.
Deswegen können und sollen wir Menschen uns im Unterschied zu allen anderen Kreaturen auf der Erde fragen, warum wir überhaupt da sind, was unser Lebenszweck ist, wo und wie es über dieses Leben hinaushingeht und, als Größtes und Höchstes, auch die Frage nach einer deutlich übergeordneten Macht stellen können und sollen, die uns bei der wirklichen und tief empfundenen Gotterkenntnis über alles sagbare Maß glücklich macht und wir uns damit selbstverständlich den gottgegebenen Schöpfungsgesetzten freiwillig und dankbar fügen.
So könnten wir den Entwicklungsweg, den man auch mit der Schule vergleichen kann, auf dieser Erde und in dem sie umgebenen Jenseits abschließen, könnten als gereift und uns selbstbewusst weiterhin freiwillig und glückselig im sogenannten Paradies die Aufgaben angehen, die den gereiften Menschengeistern zukommen, eventuell vergleichbar mit der weiterführenden Ausbildung und dem allgemein hilfreichen Arbeitsleben nach erfolgreichem Schulabschluss.
Sie können sich sicher vorstellen oder haben es auch selbst erlebt, dass es immer wieder Schüler gibt – um bei dem Vergleich mit der Erdenlaufbahn als Schule zu bleiben –, die selten oder niemals aufpassen, ihre Aufgaben nicht oder unvollständig erledigen, die andere noch ablenken und stören und die das Klassenziel auch in der Wiederholung nicht erreichen.
Die Lehrer sind übrigens vergleichbar mit den Lebenslehrern, also zum Beispiel erfahrenen und weit gereiften Menschengeistern oder auch anderen höheren Wesenheiten, die uns schöpfungsgesetzmäßig vorgesehen helfen und ausbilden sollen bis hin zu spezieller Nachhilfe durch beispielsweise die Propheten und den Gottessohn selbst.
In unfassbarer göttlicher Gnade wird uns immer wieder und überall geholfen, auch wenn wir uns widerwillig, abgestumpft, dumm und als eigentlich jeder Hilfe unwert zeigen.
Zwingen zum Guten, Reinen und Hohen kann uns aber niemand, auch keine göttlich Macht, da in unserem Wesenskern der freie Wille verankert ist und uns als Mensch ausmacht. Dies zeigt allerdings keine Unvollkommenheit der Schöpfungsgesetze, sondern nur unsere persönliche Schwäche, trotz größter und sorgfältigster Pflege nicht richtig wachsen zu wollen.
Solches passiert in der großen Entfernung, die zwischen uns und dem Paradies liegt, und ist im Gesamtgeschehen nicht weiter tragisch. Sie können es mit der Aussaat von Graskeimlingen in irgendeinem weit entfernten Gartengrundstück vergleichen: Falls einige der Keimlinge nicht sprießen und wachsen, so ist dies nicht ungewöhnlich und auch gut verkraftbar. Es stellt selbst dann kein Problem dar, wenn kaum ein Grashalm groß genug würde und man die gesamte Fläche nach ausreichender Zeit nicht als Wiese bezeichnen kann. Das ist zwar bedauerlich, aber für den Gärtner nicht lebensnotwendig und für alle übergeordneten Instanzen noch weniger bedeutsam, zumal es sich bei uns Menschengeistern wirklich nicht um eine notwendige Aussaat handelt.
Wir werden uns aber leider viel zu selten oder gar nicht der Gnade bewusst, die es bedeutet, dass wir überhaupt leben dürfen; im Gegenteil stellen wir meist noch die Geduld unserer natürlichen Lehrer und noch mehr aller übergeordneten Instanzen auf eine harte Probe, halten uns für höchst wichtig und bedeutsam, kurz: Wir sind größenwahnsinnig und haben auch diesbezüglich keine gesunde Selbsteinschätzung.
Wir alle wissen doch, dass die Erde und das Universum nicht unendlich sind; schon deswegen sollte uns klar sein, dass diese Schulzeit hier auf Erden ebenfalls nicht unendlich fortgeführt werden kann und wird.
Falls wir unsere Lebensgrundlage, das heißt unsere Erde, vorzeitig durch eigene Schuld und eigenen Ungehorsam ruinieren, so wäre dies natürlich schrecklich, aber nur für uns Menschengeister (nicht für Tiere und Pflanzen) tragisch und vernichtend für alle, die diese Schule noch nicht erfolgreich abgeschlossen haben, gleichbedeutend mit der in der Bibel beschriebenen »ewigen Verdammnis« und dem »ewigen Tod«.
Wir könnten und sollten schon in unserer Schulzeit auf der Erde, wie oben beschrieben, diese je nach Fähigkeit und Kenntnisstand veredeln und sicher niemals einer Mitkreatur unnatürliches Leid zufügen.
Unsere inneren Anlagen und auch unsere Lehrer helfen uns dabei, die förderliche Richtung in der Entwicklung einzuhalten, sofern wir sie nicht willkürlich immer wieder außer Acht lassen und durch Besserwissenwollen oder Stumpfsinn gegen die natürliche Ordnung verstoßen.
Sie haben doch sicher schon Gebäude und Gärten gesehen, die sich harmonisch und veredelnd in die Landschaft einfügen, und Sie kennen sicherlich Menschen oder sind auch selbst ein solcher, der mit Tieren und Pflanzen einen respekt- und liebevollen Umgang pflegt. Dadurch gedeihen Pflanzen erwiesenermaßen besser und bei Tieren bemerkt jeder noch einigermaßen innerlich lebendige Mensch die Wirkung und auch die Resonanz, wenn wir uns im förderlichen Sinne artgerecht um sie kümmern.
Tiere und Pflanzen sowie der ganze Schöpfungsteil, auf dem wir uns befinden, könnten und sollten von der geistigen Kraft, die den Menschen belebt und durchströmt, profitieren. Es ist eine zusätzliche und stärkere Frequenz, die in einem hohen Maße eine förderliche Wirkung auf alle natürlichen Einrichtungen haben kann und soll, wenn sie dem Zweck entsprechend Verwendung findet. Umgekehrt kann diese Frequenz eine destruktive Wirkung erzeugen, wenn sie nicht richtig angewendet wird, vergleichbar zum Beispiel mit dem elektrischen Strom, wenn er nicht fachmännisch benutzt wird.
Mit richtiger Anwendung der geistigen Energien zur förderlichen Entwicklung hätten der Planet und alle Kreaturen, die auf ihm leben dürfen, das natürliche Gleichgewicht erreicht, der Kreislauf wäre nach oben schwingend und für alle veredelnd, und wir Menschengeister würden so unsere Aufgabe in der Schöpfung erfüllen, uns wie gewollt entwickeln, uns gegenseitig und allen Kreaturen helfen, beim Aufstieg unterstützen, und könnten somit alle die »Abschlussprüfung« schaffen, die darin besteht, uns als in diesem Sinne vollwertige Menschen zu zeigen.
Es ist ausschließlich unsere eigene Schuld, wenn wir das Klassen- und letztlich das Schulziel nicht erreichen, denn alles war und ist bestmöglich für uns vorbereitet, Begleitung und Hilfen stehen überall zu Verfügung, wir müssen sie nur erkennen und nutzen!
Wie kann ich sicher sein, dass mein Wollen auch tatsächlich richtig ist?
Antwort des SeelenArbeitsTeams: Ihre Bedenken, dass „gutes Wollen“ schon viel Unheil angerichtet hat, können wir sehr gut nachvollziehen. Reicht es denn nicht, dass wir das Gute wollen, um auch richtig zu handeln?
Hierzu finden wir verschiedene Hilfen in der Gralsbotschaft.
Wenn wir etwas tun, so sollten wir uns fragen, ob unser Wollen ein Wollen unseres Geistes, also unserer Empfindung, ist oder ein Wollen des Verstandes, also ein Eigenwollen. Wie Sie erwähnten, ist es nicht immer klar oder einfach uns bewusst zu sein, ob es tatsächlich unsere innere Stimme ist, die zu uns spricht, oder eine vorgefasste Ansicht, die sich nach Irdischem, also Verstandlichem ausrichtet.
Hier hilft es uns, wenn wir unser Wollen hinsichtlich der Schöpfungsgesetze, jedoch auch hinsichtlich der hohen geistigen Werte prüfen. Alles, was in den Gesetzen schwingt, wirkt aufbauend und Segen bringend. Wenn wir uns nun überlegen, ob unser Wollen nicht nur für uns, sondern auch für unsere Mitmenschen Gutes bringt, so haben wir schon einen ersten Hinweis.
Eine Hilfe kann auch darin bestehen, dass wir unsere Mitmenschen so behandeln, wie wir es für uns selbst wünschen. Diesbezüglich können wir uns fragen: „Möchte ich, dass jemand mir das Gleiche wünscht oder tut?“.
Ein weiterer wichtiger Punkt besteht darin, dass wir stets den freien Willen unserer Mitmenschen respektieren sollten. Wenn wir die Dinge auch anders sehen oder einordnen, wenn jemand von der Richtigkeit seiner Ansichten überzeugt ist, so können, oder sollten wir ihn sogar, auf eine andere Sichtweise hinweisen. Damit kann er sein Vorhaben nochmals überdenken. Bleibt er jedoch bei seiner Ansicht, so kann es hilfreicher sein, ihn seinen Weg gehen zu lassen, damit er dann im Erleben der Konsequenzen erkennen kann, wohin sein Wollen ihn führte, als ihn daran zu hindern. Dabei muss natürlich sorgfältig abgewogen werden, ob ein Wollen Gefahren enthält, und ebenfalls, ob es sich um einen erwachsenen Menschen handelt oder beispielsweise einen Jugendlichen, der noch nicht voll im Besitz seiner eigenen Verantwortlichkeit ist.
Noch etwas sollten wir unserem Wünschen und Wollen stets zugrunde legen: Ist es gerecht? Ist es von Liebe erfüllt?
Wir sollten uns auch stets bewusst sein, dass auch wir uns täuschen können, dass wir nicht unbedingt einen objektiven Überblick besitzen und dass das, was uns falsch erscheint, für jemand anderes richtig oder nützlich sein kann.
Alles in der Schöpfung ist lebendig. Es gibt kein Schema, auf das wir uns unbesorgt stützen könnten. Gerade dadurch, dass wir prüfen müssen, ob unser Tun den Gesetzen entspricht, geben uns solche Fragen die Gelegenheit zum vertieften Forschen und Schürfen in den Worten der Gralsbotschaft und verleihen uns damit die Möglichkeit, zu einem vertieften und durch Erleben erworbenen Verständnis zu gelangen.
Wie in der Gralsbotschaft tröstlich vermittelt wird, stehen uns jederzeit geistige Helfer zu Seite, Helfer, die noch mit den irdischen Gegebenheiten vertraut sind, die uns leiten, führen und stützen können, wenn wir sie um ihre Hilfe bitten.
Auch ein inniges Gebet kann uns zu Klarheit und innerer Ruhe verhelfen.
Ich frage mich ob es für uns Menschen einen freien Willen gibt. Die auf uns zukommenden und nicht zu umgehenden Ereignisse sprechen eher dagegen.
Antwort des SeelenArbeitsTeams: In der Schöpfung gibt es zwei Arten Kreaturen, wesenhafte und geistige. Zum Wesenhaften gehören natürlich alle Wesenhaften (wie in der Gralsbotschaft beschrieben) jedoch auch die Tiere. Geistig sind wir Menschen, welche ausgehend als Geistkeim die Schöpfung durchwandern dürfen, um anschließend als sich selbst bewusster und in den Schöpfungsgesetzen schwingender Geist wiederum eingehen zu dürfen in unseren Ursprungsort, das geistige Reich.
Nun erfahren wir in der Gralsbotschaft etwas sehr Wichtiges, nämlich, dass das Wirken des Wesenhaften stets spendend ist, das Geistige hingegen wirkt anziehend. Hier finden wir die Erklärung und den Grund weshalb wir Menschengeister über einen freien Willen verfügen müssen, denn hätten wir diesen nicht, so würden wir wahllos alles anziehen was uns umgibt.
Der freie Wille hingegen erlaubt uns zu entscheiden was wir wollen, wie wir unser Wollen auszurichten wünschen. Dies erklärt auch warum wir alle individuell, verschieden und jeder Mensch einzigartig ist. Dadurch, dass wir frei entscheiden können, wohin wir uns wenden, was wir wünschen, was wir ablehnen ... all diese Entscheidungen haben die Formung unseres Wesens zur Folge. Was man hier noch hinzufügen kann wäre, dass darin auch die Verantwortung liegt. Denn, könnten wir nicht frei, also mit einem freien Willen, Entscheidungen treffen, so dürften wir dafür auch nicht zur Verantwortung gezogen werden.
Nun ist es im jetzigen Leben tatsächlich so, dass wir uns fragen können wie es sein kann, dass wir einen freien Willen besitzen, da Erleben und Ereignisse auf uns zu kommen, unumgänglich, ohne dass wir sie abweisen können. Wo liegt denn da der freie Wille?
Auch darauf finden wir eine klare Antwort in der Gralsbotschaft. Denn es heißt, dass wohl der Entschluss frei ist, doch die durch diesen Entschluss ausgelösten Folgen unterstehen nicht mehr unserem Willen. Diese Folgen werden von den Schöpfungsgesetzen übernommen welche uns wiederum das durch ihn ausgelöste Erleben bringen. Haben wir Gutes gewollt, bringen sie uns Gutes. War unser Wollen nicht aufbauend oder hilfreich, so wird die Ernte auch entsprechend sein. Sogar, wie es heißt „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“, die Ernte kommt also verstärkt zurück.
Dies ist leicht verständlich. Tun wir Gutes, so wird durch die Verstärkung des Guten alles zum Besseren gefördert. Das Gute kann sich so ausbreiten. Ist unser Wollen falsch, so können wir, indem wir unter den Folgen unseres falschen freien Willensentschlusses leiden, durch die Verstärkung umso klarer erkennen, dass wir uns ändern müssen.
Bei dem vielen Falschen das gesät wurde und noch immer gesät wird, könnten wir verzweifeln, da uns eine große Menge niederdrückender Ernte erwartet. Doch auch hier ist die Liebe des Schöpfers gegenwärtig. Denn die Gesetze bringen wohl das Vielfache einer Ernte auf den Verursacher zurück und hat er sich nicht gewandelt, so wird ihn diese Ernte auch mahnend treffen. Hat sich der Verursacher jedoch gewandelt, ist er nun dem Guten, dem Lichten zugewandt, so werden auch seine unsichtbaren Hüllen lichter und wenn eine schwere Rückwirkung jemanden der das gute Wollen in sich verankert hat treffen sollte, besteht keine Gleichart mehr. Es kann ihn dadurch nicht mehr voll erreichen. Wie in der Gralsbotschaft beschrieben, kann er sogar manches symbolisch ablösen (da eine Ablösung oder Ringschluss unabdingbar sind), jedoch da sich sein Inneres gewandelt hat, auf eine Art die wohl dem Erleben in irgend einer Weise entspricht, jedoch ohne ihm Leid zu bringen.